Unruhe im Olymp

Er darf, was noch niemand durfte: Er schreibt Gedichte an die Wände des neuen Grass-Hauses in Lübeck: Mit Wachsmalstiften präsentiert Markus Lüpertz erstmals seine Wortkünste, die mit den anderen Kunstobjekten im Raum korrespondieren. Lyrische Reflexionen über Kunst, Mythos und Künstlertum treten auf diese Weise im Sinne eines innovativen Gesamtkunstwerks zu seinen bildenden und plastischen Arbeiten in Beziehung. Themen der Schau sind Kunst, Liebe, Krieg und Tod. Auch die Persönlichkeit und sein musikalisches Talent werden beleuchtet: Im Lübecker Theater tritt Lüpertz  gemeinsam mit seiner Jazzband auf. Einen Bogen von der Musik zur Literatur schlägt er dabei durch die Rezitation seiner in der breiten Öffentlichkeit nahezu unbekannten Gedichte.  Wegen seines egozentrischen Auftretens und seines extravaganten Lebensstils wird der 72jährige oft als „Malerfürst“ bezeichnet.  In der Kunstszene ist er spätestens seit 1982, als er zur Documenta VII nach Kassel eingeladen wird, auch international eine Größe…

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