The Image as Burden

So lautet der Titel  einer Londoner Ausstellung, der zugleich ein Schlüsselwerk der Südafrikanerin Marlene Dumas ist.  Geboren 1953 in Kapstadt wächst sie als weißes Kind zu Zeiten der Apartheid auf. Das Thema der weißen Schuld als Folge der Kolonialgeschichte steht im Zentrum ihres Lebens und der Kunst. Über die Zeit ihres Studiums der Malerei an der Universität Kapstadt sagt sie: Es war klar, dass wir uns als Weiße an einer Kunstschule In einer extrem privilegierten Situation befanden. Politisches Bewusstsein und kritische Selbstreflexion waren Pflicht. Doch es engte mich auch ein… Die politische Gewalt des Apartheid-Regimes und die von Rassismus bestimmte Umwelt traumatisierten die Künstlerin. In ihrer schrecklich-schönen Kunst scheint sie das Trauma zu begleiten und der Versuch, es zu verarbeiten…  Dumas‘ Kunst geht unter die Haut. Die Künstlerin lässt Farbe häufig mit sehr viel Wasser zerlaufen, um sie dann mit dem Pinsel zu bearbeiten, bis sich die Formen konkretisieren: Augen, Gesicht und Körper malt sie rasch mit expressivem Gestus, der ihre Arbeiten so wild und ausdrucksstark macht…

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