Cindy Shermans inszenierte Selbstporträts

Ihre Fotografien sind aus keiner wichtigen Sammlung mehr wegzudenken. Mit ihren Selbstporträts prägt sie die künstlerische Fotografie und den Kunstmarkt seit Jahrzehnten. Ihren eigenen Körper als Bildträger benutzend adaptiert Cindy Sherman weibliche Rollenbilder aus Filmen, Modemagazinen, der Werbung oder der Kunstgeschichte. Vor drei Jahren widmete ihr das MoMa in New York eine große Retrospektive. Die Sammlung Goetz, die umfangreiche Werkgruppen aus fast allen Schaffensphasen besitzt, zeigt in der über zwei Etagen angefüllten Ausstellung die Entwicklung der Künstlerin in den vergangenen vierzig Jahren. „Ich war ein Kind, das immer fernsah und dabei etwas anderes machte“, erklärt Sherman. So manifestiert sich bereits früh eine Obsession für Verkleidung und Maskerade, die sie später während ihres Studiums am State University College in Buffalo weiterverfolgt. Mitte der Siebziger Jahre eröffnet sie ihre Bühne mit einer Serie von Schwarzweiß-Fotografien weiblicher Rollenbilder – vom trotzigen Kind über die Sekretärin bis zum Marlene-Dietrich- Typ. Ähnlich wie eine Schauspielerin inszeniert sie sich von da an in unterschiedlichen Rollen vor der Kamera, setzt sich mit weiblichen Rollenbildern und deren Klischees auseinander….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

vierzehn − 2 =